Inkassoverfahren

Die Zahlungsmoral der Schuldner wird immer schlechter. Das ist nur regelmäßig aus den Zeitungen zu erfahren, sondern auch in unserer täglichen Inkassoarbeit fällt uns dieser Trend auf. Die Methoden der Schuldner, sich den Zahlungsverpflichtungen zu entziehen oder dies zumindest zu versuchen, sind durchaus vielfältig. Das Insolvenzverfahren hat mittlerweile den Status eines gängigen Finanzierungsmodells für Anschaffungen aller Art erreicht.

Sie haben Außenstände?

Für die Inhaber eines mittelständischen Unternehmens, das offene Forderungen gegen seine Kunden hat, stellt sich die Frage, ob der Inkassoeinzug durch einen Rechtsanwalt lohnt. Diese Frage sollte uneingeschränkt bejaht werden.
Spricht es sich erst herum, daß offene Forderungen nicht liquidiert werden, erreichen Sie schnell einen Zustand, den Sie nun wirklich nicht wünschen. Dann ist Ihr Unternehmen nämlich finanziell geschwächt, im schlimmsten Fall sogar zahlungsunfähig. Sie haben Ihren Teil zum Geschäft beigetragen, Ware geliefert oder eine Leistung erbracht. Weshalb wollen Sie dann auf die Ihnen zustehende Gegenleistung verzichten?

Einziehungsauftrag an uns erteilen?

Das ist ganz einfach: Sie faxen uns unter 04661-2329 Ihre Rechnung sowie - wenn vorhanden - die Mahnungen an den Kunden zu. Dann wissen wir Bescheid. Falls wir noch Fragen haben, rufen wir Sie an.

Was machen wir jetzt für Sie?

Was machen wir jetzt für Sie?

Wir schreiben den Schuldner zunächst einmal an und fordern ihn zur Zahlung auf, und zwar
- Ihre Forderung
- die Ihnen zustehenden Mahnkosten
- die Zinsen
- und unsere Kosten.

Der Schuldner bekommt damit eine letzte Chance, die offenen Schulden ohne gerichtliches Verfahren zu bereinigen.

Zahlt der Schuldner nicht, erfolgt als nächstes das gerichtliche Mahnverfahren. Wir reichen beim zuständigen Amtsgericht einen Mahnbescheidsantrag ein.
Zahlt der Schuldner daraufhin immer noch nicht, erhalten wir nach Ablauf einer Zweiwochenfrist einen Vollstreckungsbescheid.
Mit diesem "Vollstreckungstitel" ist es uns möglich, die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner durchzuführen. Diese sieht, von Sonderfällen abgesehen, so aus, daß der zuständige Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstreckung beauftragt wird. Ergibt sich keine Pfändungsmöglichkeit, so muß der Schuldner die "eidesstattliche Versicherung", den früheren Offenbarungseid, ablegen. Aus dem Vermögensverzeichnis des Schuldners ergeben sich meist weitere Vollstreckungsmöglichkeiten, zum Beispiel
- eine Kontopfändung
- eine Lohnpfändung (auch Arbeitslosengeld ist pfändbar!)
- die Verwertung von Grundstücken
- eine "Taschengeldpfändung" beim Ehepartner

oder anderes, was den Schuldner zwingt, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen.

Was ist mit den Gerichts- und Rechtsanwaltskosten?

Zunächst einmal: Grundsätzlich hat der Schuldner ALLE Kosten, die durch den Inkassoeinzug entstehen, zu ersetzen. Unsere Gebühren ergeben sich aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, die Gerichtskosten aus dem Gerichtskostengesetz, und die Gerichtsvollzieherkosten aus dem Gerichtsvollzieherkostengesetz. Es ist also, wie es in Deutschland so üblich ist, alles geregelt.

Für ständige Auftraggeber bieten wir als mögliche Alternative eine Honorarvereinbarung entsprechend den Richtlinien für Beitreibungssachen an, die nachfolgend wiedergegeben wird. Diese vereinbarten Gebühren liegen unter bestimmten Voraussetzungen ganz erheblich unter den gesetzlichen Gebühren.

Diese Regelung will ich abschließen!

Das ist ganz einfach. Sie drucken den Text aus. Setzen Sie bitte Ihren Firmenstempel ein und unterschreiben Sie unten am Textende. Danach faxen Sie uns den Text unter 04661-2329 zu.

Der Schuldner ist Betrüger!

Das kommt häufig genug vor: Im Baumarkt wird Ware eingekauft; Heizöl bestellt; beim Autohändler läßt man das Auto reparieren; ein Mietvertrag über eine Wohnung wird abgeschlossen; und das alles in der Kenntnis, das man sowieso nicht bezahlen kann. Das ist BETRUG!
Wir überprüfen bei erfolgloser Zwangsvollstreckung, ob Betrug vorliegt. Das ist nach unserer Schätzung bei rund 80 % aller offenen Forderungen der Fall! Mit weiteren Maßnahmen sorgen wir dafür, daß der Schuldner im Insolvenzverfahren nicht mit einer Restschuldbefreiung aus seiner Zahlungspflicht kommt und daß die (hohen) Pfändungsfreigrenzen auf Sozialhilfeniveau heruntergedrückt werden. Hier hat schon mancher "unserer" Schuldner überrascht feststellen müssen, daß er eben doch eine Zahlungspflicht hat! Und mit diesem Schritt haben wir häufig den gewünschten Erfolg, daß zum Schluß die Forderung mit Zinsen auf Ihrem Konto landet, während alle anderen Gläubiger desselben Schuldners ihre Forderung im Wege der Restschuldbefreiung nach dem Insolvenzverfahren abschreiben können.