Liebe Kolleginnen und Kollegen

unser Büro befindet sich in direkter Nähe zum Amtsgericht Niebüll. Zum Bezirk des Amtsgerichts Niebüll gehören auch die Inseln Sylt, Föhr und Amrum. Naturgemäß führen wir deshalb auch eine große Anzahl von Prozessen in Untervollmacht beim Amtsgericht. Deshalb haben wir häufig mit "Untermandaten" zu tun.

Wir sind auch gerne bereit, für Sie und Ihre Mandantschaft Vertretungen in Untervollmacht zu übernehmen.
Häufig werden hier Gebührenteilungsabreden gewünscht. Hierzu bitten wir um Verständnis dafür, dass wir solche Abreden unter zwei Bedingungen stellen, nämlich

  1. dass zum einen sämtliche Schriftsätze von Ihnen angefertigt und die Besprechungen mit der Mandantschaft von Ihnen durchgeführt werden und zum anderen die Zahlung der von hier aus angeforderten geteilten Gebühren und Vorschüsse auf erstes Anfordern (innerhalb gesetzter Zahlungsziele) erfolgt, und
  2. dass die Grundsätze, die die schleswig-holsteinische Rechtsanwaltskammer uns aufgibt, beachtet werden.

Als eine angemessene Honorierung im Sinne des § 49b III BRAO ist danach in der Regel eine hälftige Teilung aller anfallenden Gebühren ohne Rücksicht auf deren Erstattungsfähigkeit anzusehen (Rundschreiben der schleswig-holsteinischen Rechtsanwaltskammer vom 09.08.1996, S.3 unter „Gebühren- und Honorarteilung" und II/1997, S.10 zu Nr. 3a).
Dazu zählt auch die Korrespondenzgebühr (LG Halle 11 O 24/97 vom 21.03.1997, BRAK-Mitt. 1998, S. 99; AnwG Tübingen A8/1998 vom 11.12.1998, BRAK-Mitt. 1999, S. 96=AnwBl 1999, S. 229).
Daraus folgt, dass in den meisten Fällen in erster Instanz die Gebührenteilungsabrede nahezu leerläuft, denn der Hauptbevollmächtigte erhält 1,3 volle Gebühren (VV 3100 RVG) und der Unterbevollmächtigte 1,85 Gebühren (VV 3104, 3401 und 3102,3402 RVG).