Das sind wir:

Hans-Ulrich Henningsen Hans-Ulrich Henningsen

1957 geboren in Uetersen / Holstein;

Schule und Abitur in Uetersen an der Ludwig-Meyn-Schule.

Während der Schulzeit, von 1974 bis 1975, 1 Jahr in Bloomington, Indiana, USA an der Bloomington High School North (BSHN).

1977 bis 1978 bei der Bundeswehr

Ab Herbst 1978 bis 1985 Studium der Rechtswissenschaften in Kiel

1985 bis 1988 Referendartätigkeit bei der Staatsanwaltschaft und dem Landgericht in Flensburg, bei der Stadtverwaltung in Husum sowie bei einem auf Verkehrssachen spezialisierten Flensburger Rechtsanwaltsbüro, schließlich beim Amtsgerichts Flensburg.

Seit Januar 1989 Rechtsanwalt, selbständig tätig, in Niebüll. Seit April 1990 Notar.

Thomas Kaup Thomas Kaup

1970 geboren in Gütersloh

Schule, Abitur in Gütersloh

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bielefeld

Bankfachwirt seit 2008

Seit dem 01.01.2012 in unserem Büro als Rechtsanwalt tätig.

Er ist am besten erreichbar:

Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr.

Karin Christiansen Karin Christiansen

Frau Christiansen war schon 1990 bei uns beschäftigt und dann nach kurzer Pause wieder seit 1994 halbtags (vormittags).

Ihr Aufgabengebiet ist die Vorbereitung und Abwicklung notarieller Grundstücksverträge und Erbschaftssachen.

Sie ist am besten erreichbar Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Saskia Carstensen Saskia Carstensen

Frau Carstensen ist seit dem 01.09.2002 bei uns beschäftigt.

Ihr Aufgabengebiet ist die Durchführung und Abwicklung von Zivilsachen einschließlich Forderungseinzug.

Sie ist am besten erreichbar Montag bis Mittwoch und Freitag von 8 bis 18 Uhr.

Renate Rusack Renate Rusack

Frau Rusack ist in unserem Büro 1994 als Auszubildende angefangen und nach der Beendigung der Ausbildungszeit übernommen worden. Zur Zeit ist sie Dienstags und Donnerstag nachmittags bei uns.

Sie ist am besten erreichbar Montags von 8 bis 18 Uhr und Mittwochs von 8 bis 13.30 Uhr.

Kathrin Ingwersen Kathrin Ingwersen

Frau Ingwersen ist als Auszubildende am 01.08.2000 bei uns angefangen und jetzt, nach Beendigung der Ausbildungszeit, in unserem Büro für die Bearbeitung von Notariatsangelegenheiten aller Art und von Zivilsachen zuständig.

Sie ist am besten erreichbar Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, außer Dienstag nachmittag.

Ingrid Teske Ingrid Teske

Frau Teske ist als Phonotypistin in unserem Büro tätig.

Sie ist am besten erreichbar Dienstag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Das Ende unserer Ausbildungstätigkeit

Zum Ende Juni 2007 haben wir unser letztes Auszubildungsverhältnis beendet. Ab 2005 wird in unserem Büro nicht mehr neu ausgebildet. Warum?

Jeder Ausbildungsplatz kostet uns innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit 16.850,00 €. Unser Büro besteht jetzt seit Januar 1989, mittlerweile also 23 Jahre, und innerhalb dieses Zeitraumes haben wir 18 Schulabgänger zu Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten ausgebildet. Im Schnitt haben wir also mehr als einem Lehrling pro Lehrjahr eine Ausbildungsstelle zur Verfügung gestellt. Wir bilden nicht etwa aus, um „billige Arbeitskräfte“ zu haben. Denn die Ausbildung erfordert erheblichen zusätzlichen Einsatz. Wir sehen – oder: sahen – vielmehr unsere Aufgabe darin, Schulabgängern eine Perspektive für den Arbeitsmarkt zu bieten und ihnen eine abgeschlossene Ausbildung zukommen zu lassen.

Am 25.06.04 aber ist eine nahezu unglaubliche Situation eingetreten.

Anlass eines gegen mich - als Notar - eingeleiteten strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens war ein Bearbeitungsfehler einer damals im 2. Lehrjahr befindlichen Auszubildenden(!). In einer Notarsache hatte die bei uns beschäftigte Auszubildende zunächst eine Rechnung am 15.12.2003 geschrieben, diese aber möglicherweise nochmals korrigiert und am 18.12.2003 nochmals ausgedruckt und diese dem Kostenschuldner zugeschickt. In meiner Handakte abgeheftet war aber nur der Rechnungsausdruck mit dem Datum des 15.12.2003.

Derartige Fehler sind misslich, sie sind, soweit bekannt, in unserer Kanzlei bislang auch noch nicht aufgetreten. Grundsätzlich sind unsere Auszubildenden angewiesen, von jedem Schriftstück, welches unser Büro verlässt, eine Durchschrift in die Handakte einzuheften. Dies ist hier offensichtlich unterblieben. Eine Durchschrift des Ausdrucks der Kostenrechnung vom 18.12.2003 hatte ich jedenfalls nicht in meiner Handakte. Auszubildende sollen aber nicht nur den anderen hier beschäftigten Mitarbeitern über die Schulter schauen, sondern sie sollen eigenverantwortlich tätig sein, denn nur so lernen sie alle Bereiche unseres Dienstleistungsspektrums kennen. Dabei passieren sicher auch einmal Fehler.

Die Problematik dieses Versehens trat nur dadurch zutage, dass der Kostenschuldner zunächst nicht zahlte. Notarielle Kostenrechnung können vollstreckbar ausgestellt und dann zugestellt werden. Dies war auch geschehen, allerdings mit dem offenbar falschen Rechnungsdatum. Der Kostenschuldner hatte dann offenbar gegen mich eine Anzeige wegen Falschbeurkundung im Amt (?) bei der Staatsanwaltschaft Flensburg eingereicht.

Dem dortigen Sachbearbeiter hatte ich den Sachverhalt telefonisch erläutert. Damit war für mich die Sache erledigt.

Obwohl eindeutig ein Büroversehen vorlag, tauchte am 25.06.2004 ein Oberstaatsanwalt Otto G. aus Flensburg zusammen mit zwei bewaffneten (!) Beamten der Kriminalpolizei mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss bei mir im Büro auf und beschlagnahmte meine Handakte!

Ist es schon reichlich mutig, ein derartiges Büroversehen überhaupt als Straftat zu verfolgen, so ist es erst recht – vorsichtig ausgedrückt – unangebracht, für einen derartigen Bearbeitungsfehler einen Durchsuchungsbeschluß zu erlassen. Ich habe dem Herrn Oberstaatsanwalt versucht, zu erklären, dass offensichtlich ein Bearbeitungsfehler einer Auszubildenden vorlag. Diesen Sachverhalt räumte der Staatsanwalt dann auch ein. Trotz des von mir erhobenen Widerspruchs und der Sachverhaltsklärung kassierte er aber meine Handakte!

Selbstverständlich ist ein solches Vergehen verfassungswidrig. Das Amtsgericht und das Landgericht Osnabrück hatten in einem ähnlich gelagerten Fall einen Durchsuchungsbeschluß gegen einen Rechtsanwalt erlassen, das Bundesverfassungsgericht hat diesen mit deutlichen Worten wieder einkassiert: HIER.

Dann kam auch noch der Landgerichtspräsident Dr. Volker W. – als Dienstaufsicht – und wollte von mir als Opfer dieses Verfahrens 2.000,00 Euro berechnen (kein Witz!). Das mißlang, mußte aber immerhin erst vom Oberlandesgericht Schleswig korrigiert werden. Entschuldigt hat sich bis heute KEINER.

Wir können uns zu keinem Zeitpunkt sicher sein, dass ein derartiger Bearbeitungsfehler einer unserer Auszubildenden nicht wieder vorkommt. Wir können uns dann aber auch nicht sicher sein, dass unser Büro nicht erneut von einer richterlich angeordneten Durchsuchung heimgesucht wird. Wir sehen uns unter diesen Umständen derzeit außerstande, weiter auszubilden. Wir haben sowohl dem Amtsgericht Niebüll wie auch der Staatsanwaltschaft Flensburg ausreichend Gelegenheit zur Entschuldigung und Wiedergutmachung gegeben. Eine positive Reaktion erfolgte bis heute nicht.

Wir haben alle mit Lehrlingsausbildung befaßten Stellen über den Vorfall unterrichtet: Das Bundesministerim für Arbeit in Berlin, das Kultus- und das Justizministerium in Kiel und den Leiter der Berufsschule Niebüll.

Passiert ist nichts. Wir können deshalb nicht erkennen, weshalb wir uns die Mühe machen sollen, Schulabgängern eine für uns kosten- und arbeitsintensive Ausbildung zukommen zu lassen, wenn diese Bemühungen dann auf diese Art und Weise „honoriert“ werden. Wir werten das Verhalten der Staatsanwaltschaft Flensburg, damit einem Repräsentanten des Landes Schleswig-Holstein, und der weiteren involvierten Behörden als reine Schikane.

Der Schulausbildungsplatz Niebüll ist durch diese Entwicklung mittlerweile zusammengenbrochen, weil wir bis zu 30 % aller Auszubildenden für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten in unserem Bezirk gestellt hatten. Verantwortlich für diese Situation ist aber nicht unser Büro.

Kein Zweifel: Sobald dieser Vorfall in ausreichender Form entschädigt ist, nehmen wir unsere Ausbildungstätigkeit sofort wieder auf. Dazu ist – neben einer ausreichenden Entschuldigung – die Sicherstellung erforderlich, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.

Wir hätten in den nächsten 15 Jahren, wäre dies nicht geschehen, voraussichtlich jedes Jahr mindestens einen Auszubildenden eingestellt; das macht 15 Ausbildungsplätze, die vernichtet wurden; 15 Jugendliche, die in die Arbeitslosigkeit und damit Perspektivlosigkeit gedrückt werden. Aber das scheint keine Rolle zu spielen. Schade.